Vorwort
Die Fachschule für Personalvorsorge AG darf auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken. Die berufsbegleitenden Ausbildungen – Diplomausbildung und Fachausbildung – sind im Markt verankert und aus der beruflichen Vorsorgewelt als Bildungsrucksack für Nachwuchskräfte nicht mehr wegzudenken. Die eidgenässischen Diplome und Fachausweise sichern den unmittelbaren Bezug zur Berufspraxis. Unser Weiterbildungsangebot garantiert mit den praxiserfahrenen Lehrkräften einen optimalen Wissenstransfer in den beruflichen Alltag. Die dreistufige Ausbildung des Führungsorgans erfüllt einen hohen Ausbildungsstandard und erlaubt die kompetente Wahrnehmung der Führungsverantwortung. Die Fachkurse und Seminare gewähren eine Aktualisierung und Vertiefung des Fachwissens und stellen die permanent erforderliche Kompetenzerhaltung sicher. Mit der Nachfrage nach unseren Weiterbildungen im dichten Bildungsangebot dürfen wir im Berichtsjahr zufrieden sein.
Notwendig bleibt die stetige Werbepräsenz auf dem Angebotsmarkt. Eine gute Plattform bietet dazu auch die alle 2 Jahre stattfindende Fachmesse 2. Säule. Anfangs Mai 2010 waren wir mit einem Stand zusammen mit dem VVP (Verband der Verwaltungsfachleute für Personalvorsorge) an der Fachmesse 2. Säule in Zürich präsent und konnten unser Aus- und Weiterbildungsangebot einem interessierten Publikum direkt vorstellen und erläutern und neue Kontakte in der Vorsorgewelt knüpfen.
Das vergangene Jahr war in der Vorsorgelandschaft geprägt von der Auseinandersetzung und der Abstimmung zum Umwandlungssatz. Wenn auch aus Sicht der Vorsorgeeinrichtungen eine empfindliche Niederlage an der Urne resultierte und die Stimmberechtigten eine Senkung des Umwandlungssatzes mit grosser Mehrheit ablehnten, so darf daraus nicht ein Votum gegen die 2. Säule konstruiert werden. Die Bevölkerung hat vielmehr zum Ausdruck gebracht, dass ihr die berufliche Vorsorge am Herzen liegt und die angesparten Gelder als Eigengut wahrgenommen werden. Das Resultat soll Ansporn sein, das anvertraute Geld sicher und verantwortungsvoll zu bewirtschaften. Der Versicherte vertraut darauf, seine Pensionierung mit diesem in seinem Berufsleben angesparten Geld geniessen zu können. Er hat kein Verständnis für grosse Risiken, denen sein Sparguthaben ausgesetzt wird. Er wird bei sicherer Vermögensanlage und gesicherter Rente die Akzeptanz dafür aufbringen, dass sein Geld bei längerer Lebenserwartung eben auf eine längere Rentenbezugsdauer aufgeteilt werden muss und pro Lebensjahr ein geringerer Betrag zur Verfügung steht. Die Vorsorgeeinrichtung muss den Fokus auf die Interessen der Versicherten legen und nicht auf die Gewinnmaximierung von Anlagevehikeln. Das Abstimmungsresultat soll auch Ansporn sein, die Arbeit noch besser zu erfüllen und das Vertrauen in die Fähigkeiten der verantwortlichen Personen und Organe noch mehr zu stärken. Dazu gehärt auch die permanente Weiterbildung, um sich stets auf dem aktuellen Wissensstand zu halten. Die Fachschule für Personalvorsorge bietet dazu das unterstützende Gefäss.
Im Geschäftsjahr ist Hans Ender aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten. Hans Ender war Präsident des VVV, Vereinigung der verbandlich organisierten Vorsorgeeinrichtungen, der die damalige Verwaltungsfachschule für Personalvorsorge lancierte und zur Gründung im Jahre 1987 führte. Hans Ender war der erste Präsident der Schule und hat diese mit grossem Engagement und Führungserfahrung durch die Anfangs- und Aufbauphase geführt. Als Mitglied im Vorstand und im Verwaltungsrat hat Hans Ender während 23 Jahren die Entwicklung massgeblich mitgeprägt und immer wieder mit neuen Impulsen die Weiterentwicklung gefärdert. Für seine langjährige konstruktive, offene und sachliche Mitarbeit danken wir Hans Ender ganz herzlich. Er wird der Fachschule weiterhin als Dozent für die Ausbildung des Stiftungsrates zur Verfügung stehen.
Martin Freiburghaus
VR-Präsident |
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Gregor Ruh
Direktor |
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Zweck und Organigramm
Zweck
Die Gesellschaft bezweckt die Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Personalvorsorge. Insbesondere ist sie für die Ausbildungen „Verwaltungsfachmann/frau für Personalvorsorge mit eidgenässischem Fachausweis“ und „eidgenässisch diplomierte/r Pensionskassenleiter/in“ verantwortlich und kann die entsprechenden Berufsprüfungen durchführen.
Die Gesellschaft kann im übrigen alle Geschäfte tätigen, welche geeignet sind, die Entwicklung des Unternehmens und die Erreichung des Gesellschaftszwecks zu fördern oder zu erleichtern.
Ausbildungen und Kennzahlen

Diplomausbildung:
Lehrgang 2010/2011 mit 25 Teilnehmern
Fachausbildung:
Lehrgang 2009/2010 Klassen A und B mit 48 Teilnehmern
Lehrgang 2010/2011 Klassen A und B mit 53 Teilnehmern
Stiftungsratsausbildung:
5 Grundkurse mit 144 Teilnehmern
2 Führungsseminare mit 42 Teilnehmern
2 Tagesseminare mit 44 Teilnehmern
Fachkurse:
Rechtsgrundlagen mit 17 Teilnehmern
Versicherungstechnik mit 29 Teilnehmern
Rechnungswesen mit 24 Teilnehmern
Kapitalanlagen mit 15 Teilnehmern
Seminare:
2 Basisseminare für SachbearbeiterInnen mit 46 Teilnehmern
Koordination in der berufl. Vorsorge mit 15 Teilnehmern
Grundausbildung eidg. Sozialversicherungen mit 16 Teilnehmern
Governance-Check für Stiftungsräte mit 6 Teilnehmern
1 firmeninternes Stiftungsratsseminar
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Bericht
1. Aus- und Weiterbildungen
Diplomausbildung
Die Ausbildung zu den eidgenässisch diplomierten Pensionskassenleiterinnen und -leitern erfreut sich einer konstanten Nachfrage. Im April 2010 haben 25 Diplomanden den neuen Lehrgang in Angriff genommen. Sie werden in konzentrierter Weise nicht nur die fachliche Thematik studieren, sondern auch ihre Sozialkompetenzen vertiefen müssen. Nebst dem zentralen Bereich der Vermägensanlagen werden auch Themen wie Personalführung oder Kommunikation geschult. Letzteres sowohl gegenüber den Versicherten als auch im Umgang mit den Medien.
Im Berichtsjahr wurde wiederum ein Diplomlehrgang erfolgreich abgeschlossen und die Diplomanden haben die Diplomprüfungen nach dem Verfassen einer Diplomarbeit abgelegt. Sie mussten erstmals ihre Schlüsse aus dem gestellten Diplomthema den Experten erläutern und sich den Fragen stellen. Erst nach dieser Vertretung wurde die Note durch die Experten festgelegt. 20 haben mit Erfolg das eidgenässische Diplom erworben.
>Die Diplomarbeiten von zwei erfolgreichen Absolventen wurden erneut von der Hans-Gerold Wirz Stiftung prämiert. Ihre Arbeiten werden von der Gewos-Stiftung im Rahmen ihrer Schriftenreihe publiziert.
Die Geehrten und ihre Diplomarbeiten sind:
Beatrice Eichenberger Schäpper:
Externe Stiftungsräte in Vorsorgeeinrichtungen: Chance oder Wagnis?
Michael Schmidt:
Strukturierte Produkte – Einsatzmäglichkeiten und damit verbundene Risiken für die Vorsorgeeinrichtung.
Fachausbildung
Im Herbst 2010 wurde der neue Lehrgang in der Fachausbildung wiederum mit 2 Klassen begonnen. Die Ausbildung ist intensiv und verlangt einen regelmässigen Kursbesuch und ein permanentes Lernen über 2 Jahre hinweg. Nebst den beruflichen Herausforderungen und allenfalls familiären Verpflichtungen ist für die Ausbildung Durchhaltewillen und Stehvermägen erforderlich, um sich in den fünf verschiedenen Fachgebieten von Recht, Versicherungstechnik, Rechnungswesen, Vermägensanlagen und schliesslich der Pensionskassenführung das notwendige Wissen und Verständnis aneignen zu kännen. Wer die beiden Jahre erfolgreich absolviert und mit dem eidgenässischen Fachausweis gekrönt hat, darf seiner beruflichen Zukunft positiv und optimistisch entgegen schauen. Denn der erworbene Fachausweis ist in der Zweiten Säule ein geschätzter Titel.
Unser Angebot in der Weiterbildung richtet sich an die Führungsorgane und an die Mitarbeitenden aus allen Belangen der beruflichen Vorsorge wie auch der Personalführung. Seminare für Stiftungsräte und Sachbearbeiter/Innen, Fachkurse in Rechtsgrundlagen, Versicherungstechnik, Rechnungswesen und Kapitalanlagen für Kader- und Fachbereichsmitarbeitende, ein Koordinationsseminar im Leistungsbereich der beruflichen Vorsorge und eine Grundausbildung zu den eidgenässischen Sozialversicherungen beinhaltet unsere Palette an Weiterbildungsmäglichkeiten.
Unsere Kurse und Seminare sind keine Informationsveranstaltungen, sondern basieren auf einer schulischen Ausbildung und verlangen ein aktives Mitdenken und Mitmachen sowie zum Teil gar eine entsprechende Vorbereitung auf das Seminar hin, was eine optimale Nutzung der Ausbildungszeit ermäglicht.
Stiftungsratsausbildung
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten als Führungsorgan kommen immer prägnanter zum Ausdruck, wie die Strukturreform wiederum zeigt. Und die Verantwortung muss persänlich wahrgenommen werden, sie ist unübertragbar und unentziehbar. Jeder Stiftungsrat muss sich deshalb die Fachkompetenz erschaffen, um die gestellten Pflichten wahrnehmen und die Verantwortung guten Gewissens tragen zu kännen.
Art. 51 Abs. 6 BVG verlangt die Erst- und Weiterbildung des Führungsorgans auf eine Weise, dass dieses seine Führungsverantwortung wahrnehmen kann. Der neue Art. 51a BVG präzisiert, dass die Gesamtleitung wahrzunehmen ist, wozu die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben, die Bestimmung der strategischen Ziele und Grundsätze und die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen gehären. Ein ganzer Katalog an anspruchsvollen Aufgaben wird hier dem Stiftungsrat akribisch ins Pflichtenheft geschrieben.
Eine eintägige Blitzausbildung genügt keinesfalls, zumal die meisten Stiftungsräte Laien auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge sind. Unser Ausbildungskonzept für den Stiftungsrat ist dreistufig. In der Grundausbildung (2 Tage) werden die wesentlichen Aspekte, Begriffe und Zusammenhänge von rechtlichen Vorschriften, Versicherungstechnik, Vermägensanlage und Rechnungswesen geschult. Auf dieser Basis aufbauend werden im Seminar „Führungsaufgaben und Verantwortlichkeiten“ (2 Tage) die Pflichten und
Verantwortlichkeiten des Führungsorgans vertieft in Gruppenarbeiten gefestigt und mit interdisziplinären Fällen ergänzt. Die dritte Stufe bildet eine jährliche Aktualisierung des Wissens in einem Tagesseminar, wo die neuesten Entwicklungen in Gesetzgebung erärtert, versicherungstechnische Aspekte und aktuelle Fragen der Vermägensanlagen dargelegt und die daraus folgenden Konsequenzen für die Verantwortlichkeiten des Stiftungsrates aufgezeigt werden. Das Tagesseminar gibt dem Stiftungsrat selbstverständlich auch Entscheidungshilfen für die jeweils aktuelle Lage.
Wir sind überzeugt, dass nur mit einer solchen Ausbildung die schwierige Aufgabe mit der nätigen fachlichen Kompetenz wahrgenommen und den Versicherten Vertrauen in die Führungscrew gegeben werden kann.
Fachkurse
Die mehrtägigen Fachkurse in Recht, Versicherungstechnik, Rechnungswesen und Kapitalanlagen geben den Mitarbeitenden eine Vertiefung und Aktualisierung der Materie für Ihren beruflichen Alltag. Sie sind aber auch geeignet für jene, die durch einen Funktionswechsel neu mit einschlägigen Fragestellungen konfrontiert werden.
Seminare
Das Basisseminar berufliche Vorsorge vermittelt Mitarbeitenden in Pensionskassen, Personalabteilungen, Versicherungen, Banken und Behärden einen vertieften †berblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die versicherungstechnischen Aspekte, das Rechnungswesen und die Vermägensbewirtschaftung.
Das Koordinationsseminar erläutert die Leistungen der beruflichen Vorsorge und zeigt die Koordination mit anderen Sozialversicherungszweigen auf. Die schwierige Materie wird in vielen praktischen Fällen veranschaulicht und verdeutlicht.
Das Seminar Governance-Check befähigt die Stiftungsräte, eventuelle Lücken im Bereich der Governance und der laufenden †berwachung des Finanzierungsprozesses besser erkennen und Optimierungsmassnahmen rechtzeitig einleiten zu kännen. Es ist eine ideale Ergänzung zur dreistufigen Stiftungsratsausbildung. Die Grundausbildung eidg. Sozialversicherungen bettet die 2. Säule ein ins Drei-Säulen-Konzept und veranschaulicht Versichertenkreis, Finanzierung, Leistungen und Koordination der verschiedenen Sozialversicherungen.
Auch im Berichtsjahr konnte die Fachschule firmenintern Stiftungsräte in einer eigentlichen Organausbildung schulen.
Partnerinstitut in der Westschweiz
Die Ausbildung zum/r Verwaltungsfachmann/frau für Personalvorsorge und auch die Grundausbildung für Stiftungsräte in der Westschweiz wird von unserem Partnerinstitut iFiPP durchgeführt. Die Zusammenarbeit verläuft gut und in angenehmer Form, insbesondere auch bei den eidgenässischen Prüfungen mit den welschen Experten.
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2. Prüfungen
Diplomprüfungen
Den eidgenässischen Diplomprüfungen im Herbst 2010 stellten sich 28 Kandidatinnen und Kandidaten. Nach dem Verfassen einer Diplomarbeit und deren Vertretung vor den Experten wurden sie in den Gebieten Geschäftsführung und Vermögensanlage mündlich und schriftlich geprüft. 20 davon konnte das eidgenässische Diplom überreicht werden.
Fachprüfungen
An den eidgenässischen Fachprüfungen im Herbst 2010 nahmen insgesamt 99 Kandidatinnen und Kandidaten teil, davon 15 aus der Westschweiz. Im Berichtsjahr haben mangels Kandidaten aus der Westschweiz keine Teilprüfungen in franzäsischer Sprache stattgefunden. Etwa 50 Expertinnen und Experten nahmen die schriftlichen und mündlichen Prüfungen in den 5 Fachgebieten ab.
1. Teilprüfung deutsch 58 Personen
Schlussprüfungen deutsch 26 Personen
Schlussprüfungen franz. 15 Personen
Erfolgreich abgeschlossen haben an den Schlussprüfungen deutsch 17 Absolventen und an den Schlussprüfungen französisch 12 Absolventen. Sie erhalten den eidgenössischen Fachausweis.
Eidg. Diplome und Fachausweise
Die Fachschule für Personalvorsorge konnte seit Bestehen insgesamt folgende eidgenössischen Diplome und Fachausweise vergeben.
- 209 Diplome zu eidg. dipl. Pensionskassenleiter/innen
- 725 eidg. Fachausweise, davon
- 579 zum/r Verwaltungsfachmann/frau für Personalvorsorge
- 146 Brevet pour Spécialiste en gestion de la prévoyance en faveur du personne
Die Diplome werden seit 1996 vergeben. Die Fachausweise seit 1989 und die Brevets seit 1996.
Jahresrechnung 2008, Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang


Verwendung des Bilanzgewinnes


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Revisionsbericht

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Namen
Verwaltungsrat:
Freiburghaus Martin, Präsident
Dörig Hermann
Dürr Daniel
Fischer Urs
Gröbli Adrian
Koch Theo
Ruh Gregor
Schulrat:
Ruh Gregor, Direktor
Dürr Daniel
Hunziker Urs
Kocher René
Renzi Ferraro Franca
Schubiger Cyrill
Spuhler Ursula
Strebel Werner
Prüfungskommission Diplomprüfung:
Ender Hans, Präsident
Dürr Daniel
Hepp Stephan
Hunziker Urs
Ruh Gregor
Walde Patrick
Prüfungskommission Fachprüfung:
Dürr Daniel, Präsident
Hunziker Urs
Kocher René
Renzi Ferraro Franca
Ruh Gregor
Schubiger Cyrill
Spuhler Ursula
Strebel Werner
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Adressen
Geschäftsstelle:
Fachschule für Personalvorsorge AG
Bälliz 64
Postfach 2079
3601 Thun
Tel.: 033 227 20 42
Fax: 033 227 20 45
Mail: info@fs-personalvorsorge.ch
Kontrollstelle:
WISTAG Treuhand AG
Bahnhofstrasse 1
3601 Thun
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